Deutscher Gewerkschaftsbund

27.03.2019
Jahresgespräch zwischen Gewerkschaften und ev. Kirche in Rheinhessen

Rechtspopulismus in Rheinhessen

Das zweite Jahresgespräch der Evangelischen Kirche und der Gewerkschaften in Rheinhessen stand unter dem Titel „Rechtspopulismus in Rheinhessen“. Eingeladen hatten Susanne Wagner, Geschäftsführerin der DGB Region Rheinhessen-Nahe, und die Referentin Arbeit und Soziales im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN, Heike Miehe.

Nach der Begrüßung von Susanne Wagner gab es einen kurzen Input von Dr. Klaus-Volker Schütz, Propst für Rheinhessen und Nassauer Land. „Kirchen und Gewerkschaften teilen gleichermaßen die Herausforderung, allen Aussagen zu widersprechen, in denen menschenverachtende und ausgrenzende Tendenzen zum Ausdruck kommen."

Darauf folgte ein auführlicher Vortrag, warum das Thema sowohl für Gewerkschaften als auch Kirchen wichtig ist und eine Analyse auf die Situation in Rheinhessen. Anschließend wurde über Erfahrungen, sowohl in Betrieben und Dienstellen, als auch in den Kirchengemeinden, Probleme im Umgang damit und Herausforderungen diskutiert.

Ömer Kirli wies als Vertreter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie auf die Gefahr hin, dass bei der anstehenden Europawahl die rechten Parteien zur zweitstärksten Kraft im Europaparlament werden könnten und damit eine Fraktion, die sich vom europäischen Gedanken eigentlich verabschieden will.

Die Gesprächsteilnehmer stimmten daher der Forderung der Dekanin des Evangelischen Dekanates Alzey, Susanne Schmuck-Schätzel, zu, dass auch die Kirche eine klare Stellung zur Europawahl beziehen sollte.
Matthias Blöser vom Projekt „Demokratie stärken“ des Zentrums Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN bestätigte, dass man von Seiten der Landeskirche in Kooperation mit Partnerkirchen einen Wahlaufruf für die Europawahl vorbereite.

Gisela Apitzsch, Referentin für Gesellschaftliche Verantwortung des Evangelischen Dekanates Mainz, sprach sich dafür aus, dass je mehr die AfD fordere, dass Kirche sich aus der Politik heraushalten solle,
„um so lauter ihre Stimme erheben müsse“.

Einig waren sich die Teilnehmenden, das der vertrauensvolle Austausch zwischen den Gewerkschaften und der evangelischen Kirche, wie es sich z. B. den jüngsten Ereignissen in Worms bewährt habe, weiter ausgebaut werden sollte.

 

 


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