Deutscher Gewerkschaftsbund

28.08.2017

1. September - Antikriegstag 2017 in Worms

Fluchtursachen bekämpfen, Kriegseinsätze beenden, Rüstungshaushalt runter, Waffenexporte stoppen

Antikriegstag

N.N.

1. September – Antikriegstag 2017

Als am 1. September 1939 die deutschen Truppen in Polen einmarschierten, brachte Deutschland
zum zweiten Mal im letzten Jahrhundert Leid und Tod über Millionen von Menschen. Dieser Tag ist
nicht nur ein Gedenktag für alle antifaschistisch orientierten Menschen, sondern auch eine Verpflichtung,
jegliche Wiederholung zu verhindern. Der Zweite Weltkrieg war ein Interventionskrieg, der auf
den Raub und die Sicherung von Rohstoffen in den überfallenen Ländern für Deutschland abzielte.
Die Schrecken des Krieges und des Faschismus brachten eine Mehrheit der deutschen Bevölkerung
nach 1945 zu der Erkenntnis:


NIE WIEDER FASCHISMUS – NIE WIEDER KRIEG!


Diese Schlussfolgerung ist heute so aktuell wie damals. Auch 72 Jahre nach der Befreiung vom Faschismus
fordern wir:


Nazis verbieten! Faschistisches Gedankengut bekämpfen – Nazi-Aktivitäten unterbinden!


Deutschland befindet sich im Krieg – fast überall auf der Welt. Die Bundesregierung betreibt eine Politik der drastischen Aufrüstung. Deutsche Konzerne exportieren Waffen in alle Welt. Kriege und bewaffnete Konflikte wie in Syrien, in Kurdistan, im Irak, im Jemen oder der Ukraine scheinen kein Ende zu nehmen. 1,8 Billionen Euro werden jährlich für
Rüstung und Krieg ausgegeben. Gleichzeitig steigen die Rüstungsexporte. Immer geht es letztlich um Macht, Märkte und Rohstoffe. Stets sind die USA, NATO-Mitgliedsstaaten und deren Verbündete beteiligt, fast immer auch direkt oder indirekt die Bundesrepublik. Krieg ist Terror. Er bringt millionenfachen Tod, Verwüstung und Chaos. Über 65 Millionen Menschen
sind weltweit auf der Flucht. Doch die Grenzen Europas und Deutschlands sind wieder abgeschottet.

Wir fordern: Fluchtursachen bekämpfen - Kriegseinsätze der Bundeswehr beenden und das
"Kommando Spezialkräfte" auflösen! Rüstungshaushalt runter! Waffenexporte stoppen!


Nun eröffnet sich die Chance, einem Teil des Wahnsinns ein Ende zu bereiten. 122 Staaten stimmten bei der UNO für ein völkerrechtlich verbindliches Verbot von Atomwaffen. Sie verpflichten sich, “unter keinen Umständen“ Atomwaffen zu entwickeln, herzustellen, anzuschaffen, zu besitzen, zu lagern oder mit ihrer Anwendung zu drohen. Wir fordern die Bundesregierung auf, sich dem Atomwaffenverbot anschließt. Das
bedeutet auch:


 Sofortiger Abzug der Atomwaffen aus Büchel
 Schluss mit der atomaren Bedrohung
 Für ein weltweites Verbot der Atomwaffen
 Bei uns anfangen


Am 1. September 2017 wollen wir ein Zeichen setzen: Für Frieden, Demokratie, Toleranz und Menschenwürde

MAHN – u. GEDENKVERANSTALTUNG
mit einer Kranzniederlegung am Antifaschistischen Mahnmal
Freitag, 1. September 2016, um 18.00 Uhr

Eröffnung: Heiner Boegler, Sprecher des Bündnisses gegen Naziaufmärsche
Worms und DGB Stadtverband Worms.

Redner: Pfarrer Dr. Achim Müller, Ev. Magnusgemeinde Worms

Musik: Rob `n` Rolf , Robert Maas und Rolf Bachmann


Veranstalter: Bündnis gegen Naziaufmärsche Worms und DGB Stadtverband Worms
Verantwortlich für den Inhalt: Silvia Schall


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