Deutscher Gewerkschaftsbund

PM 040916 - 19.09.2016

DGB-Kreisvorstand berät die Situation auf dem Arbeitsmarkt

Fehlender ÖPNV insbesondere für Geringqualifizierte ein Problem

Zu seiner letzten Vorstandssitzung hatte der DGB Kreisverband Herrn Christian Scheer und Herrn Sven Benecke von der Arbeitsagentur Bad Kreuznach, Geschäftsstelle Simmern, eingeladen.

Die Herren erläuterten Aufgaben- und Arbeitsverteilung der Agentur - auch in Abgrenzung zu den Aufgaben und Tätigkeiten des Jobcenters - und gaben einen umfassenden Überblick über die momentane Situation auf dem Regionalen Arbeitsmarkt.

Folgende Fakten waren dabei erkennbar:

• Seit einiger Zeit sinkt die Erwerbslosenquote im Kreis und ist z.Zt. mit ca.4% relativ niedrig. • Die Zahl der Pendler sinkt. • z.Zt. 36% Auspendler und 26% Einpendler im RHK • ÖPNV im Kreisgebiet ist nicht gut ausgebaut. • Die Probleme im Bereich der Mobilität belasten und sind besonders negativ zu sehen, wenn man Geringqualifizierte und Langzeitarbeitslose betrachtet und weiß, dass ca. 69% der gemeldeten Arbeitslosen keinen Berufsabschluss haben, aber nur ca. 30% der gemeldeten offenen Stellen auf Helferniveau liegen. • Die Funktion der Zeitarbeit wird bei Helfertätigkeiten durch die Arbeitsagentur durchaus positiv bewertet, da ca. 30-40% der offenen Stellen in diesem Bereich Helfertätigkeiten nachfragen. • Da der Anteil der Frauen im Niedriglohnbereich und in der Teilzeitarbeit sehr hoch ist, bemüht sich die Arbeitsagentur dort Fort- und Weiterbildungsangebote zu realisieren, zumal hier die Ausgangs-Qualifikation oft sehr hoch liegt und oft eine Vollzeitbeschäftigung erzielt werden könnte. • Auf dem Markt für Ausbildungsstellen sind mehr offene Stellen gemeldet als es BewerberInnen gibt.

Als wichtiger Faktor auf dem Arbeitsmarkt wird der Flughafen Hahn gesehen. Hier hofft der DGB Kreisverband Rhein-Hunsrück auf eine langfristige Sicherung der Arbeitsplätze und eine positive Entwicklung im Umfeld des Hahn.

DGB-Kreisvorsitzender Henning Caspari begrüßt daher auch ausdrücklich die Initiative des Kirchberger Bürgermeisters Rosenbaum zum Ausbau der Gewerbeangebote im Umfeld des Flughafens und hofft auf eine erfolgreiche Vermarktung und die Sicherung der fliegerischen Aktivitäten des Hahn.

Henning Caspari: „Ohne den Hahn stünde die Region vor unabsehbaren Folgen für den Arbeitsmarkt.”

Zu Abschluss der Sitzung bedankte sich der Vorsitzende bei den Gästen für die Bereitschaft zum Gespräch und die ausführlichen Informationen, bei der DGB-Gewerkschaftssekretärin Rita Schmitt für ihre Unterstützung, bei den Vorstandsmitgliedern für die engagierte Teilnahme und wünschte eine gute Hei


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