Deutscher Gewerkschaftsbund

31.08.2016

Mein Leben - meine Zeit: Arbeit neu denken

 

Unter dem Motto MEIN LEBEN – MEINE ZEIT: ARBEIT NEU DENKEN laden der DGB Kreisverband Bad Kreuznach und die IG Metall Bad Kreuznach/IdarOberstein

 

 am Donnerstag, 22. September 2016

um 18:00 Uhr (Einlass 17:30 Uhr)

in das Haus des Gastes, Kurhausstraße 22-24

in Bad Kreuznach

 

zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung ein.

Edgar Brakhuis, 1. Bevollmächtigter der IG Metall Bad Kreuznach/Idar Oberstein wird im Rahmen der Veranstaltung die gleichnamige Arbeitszeitkampagne der IG Metall vorstellen.

Es geht dabei in erster Linie um die Frage, wie der zunehmenden Ausdehnung und Entgrenzung der Arbeitszeit vor dem Hintergrund eines globalen Wettbewerbs und moderner Technologien arbeitnehmerorientierte gesunde Grenzen entgegengesetzt werden können. Dabei werden auch die Themen work-life-balance, Aufweichen der Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben, Arbeits-Lebenszeit, Entwicklung zur Rund-um-die-Uhr-Gesellschaft, Demographiewandel und Schichtarbeit, Flexibilisierung sowie Arbeit 4.0 angesprochen.

 

Logo der IGM-Arbeitszeitkampagne "

IGM

Das Thema Arbeitszeit spielt in und um Bad Kreuznach eine wichtige Rolle. In vielen Unternehmen der Region – nicht nur im Metall- und Elektrobereich – wird schon seit Jahren im Mehrschichtsystem gearbeitet. Fachkräftemangel, Demographiewandel, Vereinbarkeit von Familie und Beruf u.ä. stellen an die Organisation von Schichtsystemen auch in den Betrieben unserer Region neue Anforderungen.

Im Dienstleistungsbereich stellen wir eine zunehmende Ausdehnung und Flexibilisierung der Arbeitszeiten fest – allerdings stark geprägt von unternehmerischen Interessen, selten von den Wünschen und Bedürfnissen der Beschäftigten. Die neuen Kommunikationsmittel machen ein „schnelles“ Arbeiten von zu Hause aus oder von unterwegs möglich. In Verbindung mit den neuen Formen der Arbeitsorganisation – wie z.B. Projektarbeit mit Zielvereinbarungen oder Vertrauensarbeitszeit – führt dies häufig zu einem Aufweichen der Grenzen zwischen Arbeits- und Privatzeit.

Auch die Ausdehnung der Öffnungszeiten im regionalen Handel, z.B. durch die permanente Zunahme der verkaufsoffenen Sonntage und Night-Events in der gesamten Region zeigen, dass wir auch in der Naheregion auf einem „guten“ Weg zur

Rund-um-die-Uhr Gesellschaft sind, in der rund-um-die-Uhr dem Markt zur Verfügung gestanden werden soll – egal ob als KonsumentIn oder als ArbeitnehmerIn.

Dem wollen Gewerkschaften eine Grenze setzen. Wie dies möglich sein kann, will die IG Metall im Rahmen ihrer Kampagen „Mein Leben – meine Zeit: Arbeit neu denken“ deutlich machen.

Eingeladen sind alle Interessierte und Betroffene – und selbstverständlich auch Nicht-Gewerkschaftsmitglieder.


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