Deutscher Gewerkschaftsbund

10.05.2017

Tribunal gegen Altersarmut von Frauen

 

Das Frauenbündnis gegen Altersarmut Bad Kreuznach ludt am Internationalen Frauentag ein zum

 Tribunal gegen Altersarmut von Frauen  

am Mittwoch, 8. März 2017, um 19.00 Uhr, (Einlass ab 18.30 Uhr), ins Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Kurhausstr. 6, Bad Kreuznach. 

 

Zeuginnen schildertenn im Tribunal die prekäre Situation von Frauen, wie z.B. die Bäckereifachverkäuferin im Minijob,  die alleinerziehende Mutter, die Teilzeitkraft ohne Rückkehrmöglichkeit auf eine Vollzeitstelle, die beeinträchtigte Frau, die arbeitslose Hartz-IV-Empfängerin, die schlecht bezahlte Erzieherin und die Lehrerin mit dem x-ten befristeten Vertrag.

 

Sachverständige legten die Finger in die Wunde, z.B.

  • die NGG-Gewerkschaftssekretärin in ihrem Kampf gegen Dumpinglöhne und prekäre Beschäftigung,

  • die Landesvorsitzende des Verbandes alleinerziehender Mütter und Väter mit Blick auf die immer noch mangelhaften Betreuungsmöglichkeiten,

  • die DGB-Landesfrauensekretärin mit dem Ziel, den Sinkflug der gesetzlichen Rente zu stoppen,

  • die Pastoralreferentin, indem sie die mangelnde soziale Teilhabe armer Frauen und den permanenten Leistungsdruck anklagt,

  • die Gleichstellungsbeauftragte in ihrem Bemühen, in Gesellschaft und Betrieben überholte Rollenbilder zu überwinden.

     

Als Richterin fungierte die Vorsitzende des Landesfrauenbeirates Rheinland-Pfalz, Gisela Bill. 

 

Die Gründung des Frauenbündnisses gegen Altersarmut im Landkreis Bad Kreuznach geht auf die Initiative der DGB-Frauen zurück.

Mitglieder sind neben den DGB-Frauen auch die Frauengruppen von IG Metall, NGG und ver.di, der Verband alleinerziehender Mütter und Väter (VAMV) Bad Kreuznach, die Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises Bad Kreuznach, die Katholische Frauengemeinschaft (kfd) im Dekanat Bad Kreuznach, die Evangelische Frauenhilfe im Kirchenkreis an Nahe und Glan, die Wohnungslosenhilfe Stiftung kreuzacher diakonie Cafe BUNT, sowie das Projekt „inklusiv leben lernen“. 

Das Ziel des parteipolitisch neutralen Frauenbündnisses besteht darin, das Ausmaß der Armut von Frauen insbesondere im Alter in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Dabei sollen die Bedingungen aufgezeigt werden, die zu Altersarmut insbesondere bei Frauen führen. Mit Blick auf die Bundestagswahl im September will das Bündnis vor allen Dingen deutlich machen, was in Gesellschaft und Arbeitsleben geändert werden muss, um Altersarmut von Frauen in Zukunft zu verhindern, also politische Orientierungshilfe geben – insbesondere für Frauen.

 


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