Deutscher Gewerkschaftsbund

20.06.2018

Frauenbündnis gegen Altersarmut zieht positive Bilanz der Arbeit

Geburtstagsfeier zum Frauenwahlrecht und Besuch der Ausstellung „Damenwahl! 1918/1919 – Frauen in die Politik“

Bad Kreuznach…Beim letzten Treffen vor den Sommerferien konnte das Frauenbündnis gegen Altersarmut im Landkreis Bad Kreuznach sich über einen ersten Erfolg freuen. Denn mit der Zusage von Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, ab dem kommenden Schuljahr auch Vertretungslehrkräfte an rheinland-pfälzischen Schulen in den Ferien durchzuzahlen, wurde eine der konkreten Forderungen erfüllt, mit denen das Frauenbündnis im Juli letzten Jahres zu Ministerpräsidentin Malu Dreyer in die Staatskanzlei nach Mainz gereist war.

Das Frauenbündnis bei Malu Dreyer in der Staatskanzlei

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Zu jedem Buchstaben des Wortes ALTERSARMUT hatten die Frauen des Bündnisses eine Forderung zur Bekämpfung der Altersarmut insbesondere von Frauen formuliert. Zu dem Buchstaben U lautete die Forderung: Unterrichtsfreie Zeit nicht ohne Vertrag.

„Das ist ein guter Schritt in die richtige Richtung, um das Anwachsen von prekären Arbeitsverhältnissen im Bildungssektor zu verhindern“, so Daniela Bartkus-Börder, GEW-Hauptpersonalrätin und Mitglied im Frauenbündnis. „Wir brauchen aber auch verbesserte Rahmenbedingungen und Anreize, damit mehr junge Menschen sich für ein Lehramtsstudium entscheiden und der Lehrkräftemangel an den Schulen beendet werden kann. Natürlich muss das Land dafür auch genügend Studienplätze und Referendariatsstellen bereitstellen.“

Suppenküche gegen Altersarmut findet Beachtung über Kreisgrenzen hinaus

Auch die Aktionen zum diesjährigen Frauentag wurden reflektiert. „Sehr zufrieden sind wir mit der direkten und überregionalen Wirkung der Suppenküche gegen Altersmut von Frauen, die wir am Internationalen Frauentag in der Bad Kreuznacher Fußgängerzone eröffnet hatten“, resümiert Judith Schwickerath, Pastoralreferentin im Dekanat Bad Kreuznach. „Mit den Passantinnen und Passanten vor Ort konnten wir informative Gespräche führen. Die gelungene und kreative Aufbereitung des Themas Altersarmut wurde bis zu den Landesgrenzen bekannt und führte zu einer Einladung des Trierer Aktionsbündnisses  AKTIV GEGEN ARMUT. Und beim IG Metall-Vorstand wurde die Suppenküche im Rahmen der bundesweiten Beiratssitzung als ein gutes Beispiel erfolgreicher Frauentagsaktionen vorgestellt.

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100 Jahre Frauenwahlrecht

Am 12. November 1918 beschloss der Rat der Volksbeauftragten die volle Beteiligung von Frauen am politischen Leben. Alle Frauen und Männer ab 20 Jahre konnten nun mit der Abschaffung des Dreiklassenwahlrechts durch gleiche, geheime und direkte Wahl ihre PolitikerInnen in die Weimarer Nationalversammlung wählen. Im Januar 1919 durften Frauen dann erstmals ihr Wahlrecht nutzen - Grund und Anlass für das Frauenbündnis, weitere Aktionen zu planen, um die soziale und politische Teilhabe von Frauen auch im 21.Jahrhundert weiter zu stärken.

„Konkret planen wir im Spätsommer einen Besuch der Ausstellung „Damenwahl! 1918/1919 – Frauen in die Politik“ im Historischen Museum in Frankfurt“, kündigt Sabine Messer, Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises an.

Und zum Geburtstag der politischen Gleichberechtigung der Frauen, also am 12. November, plant das Frauenbündnis eine Geburtstagsfeier, die dem historischen Datum gerecht wird.

Alle, die sich dabei unterstützend und kreativ einbringen möchten, sind zum ersten Treffen des Frauenbündnisses nach den Sommerferien, am 15. August, herzlich eingeladen. Kontakt über mainz@dgb.de


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